Jugendguides aktiv: „Euthanasie und Eugenik“ – „unwerte“ Leben im NS-Staat

„Euthanasie“-Morde und Zwangssterilisierungen gehörten zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit zwischen 1935 und 1945 im Deutschen Reich. Auch in Tübingen wurde darüber entschieden, welches Leben „lebenswert“ war und welches nicht. Die vom Landkreis und KulturGUT e.V. qualifizierten Jugendguides geben während des Stadtgangs Einblicke in die Anwendung der NS-Rassenideologie durch das „Staatliche Gesundheitsamt“, das Erbgesundheitsgericht und medizinische Kliniken. Ärzte der Universitätsfrauenklinik…

Warum Jugendguide 2020: lernen und weitergeben

Von Niklas Köhler und Jonathan Fleck          (Jahrgang 2020)   Die Jugendguide-Ausbildung ist eine sehr gute Möglichkeit einerseits selbst zu lernen, was in der eigenen Heimat für schreckliche Verbrechen während der NS-Zeit passiert sind, andererseits ist es sehr gut, dass man lernt, dieses erworbene Wissen an andere Jugendliche weiterzugeben. Es ist wichtig, dass vor allem zukünftige Generationen über diese Zeit…

Warum Jugendguide 2020: Niemals vergessen

  Von Jana Günther  (Jahrgang 2020) Ich bin Jana, ein Jugendguide. Ich möchte Jugendlichen und Erwachsenen mit Geduld und fesselnd die Geschichte des Nationalsozialismus hier in der Region näherbringen. Die Grausamkeiten des über 70 Jahre zurückliegenden Regimes dürfen sich nicht wiederholen. Weder in Formen von Diskriminierung, Rassismus oder gar nationalsozialistischen Aussagen. Die Region soll verstehen, dass es hier vor Ort NS-Verbrechen gab. Die Leute…

Warum Jugendguide 2020: aus der Vergangenheit lernen

Von Franziska Gaibler    (Jahrgang 2020) „Wir wissen, wohin wir gehen, weil wir wissen, woher wir kommen.“ Dieses Zitat aus einem Lied, mit dem ich aufgewachsen bin, fasst ganz gut meine Motivation zusammen, weshalb ich mich mit (Regional)-Geschichte auseinandersetzen möchte. Wir können aus der Vergangenheit lernen und um dies zu tun, müssen wir sie uns im Bewusstsein halten. Ich denke,…

Warum Jugendguide 2020: Mehr gelernt

  Von Amelie Eberle      (Jahrgang 2020) Hallo, mein Name ist Amelie und ich bin ein Jugendguide. Ich bin Jugendguide geworden, um mehr über die Zeit des Nationalsozialismus zu erfahren. Ich habe jedoch während meiner Ausbildung weitaus mehr gelernt. Angefangen vom richtigen Umgang mit Gruppen, über das Sprechen vor großen Gruppen, bis hin zur Wichtigkeit die Geschichte nicht zu vergessen. Je weiter die…

Warum Jugendguide 2020: Direkt vor der Haustür

  Von Mara Fritz  (Jahrgang 2020) Mir ist wichtig, dass die Informationen über die NS-Zeit nicht verloren gehen und durch die Jugendguide-Arbeit auch unter jüngeren Leuten Anklang finden. Es soll daran erinnert werden, was passiert ist und verhindern, dass so etwas nochmal passiert. Unter anderem ist meine Motivation, den Leuten zu zeigen, dass diese schrecklichen Taten auch direkt vor deren…

Jugendguides aktiv: Auf den Spuren des „Mössinger Generalstreiks“

  Als am 30. Januar 1933 bekannt wurde, dass Reichspräsident Paul von Hindenburg den Vorsitzenden der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), Adolf Hitler, zum Reichskanzler ernannt hatte, demonstrierten am Folgetag viele Arbeiter aus Mössinger Fabriken gegen die „Machtergreifung“. Zum Generalstreik hatte die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ursprünglich in ganz Deutschland aufgerufen. Nach dem Modell des Generalstreiks gegen den Kapp-Putsch wollte diese…

Jugendguides aktiv: „Uni unterm Hakenkreuz“ auf Schloss Hohentübingen

  Führungspersonal und mehrere Institute der Universität Tübingen untermauerten nach der Machtübergabe an Adolf Hitler 1933 die nationalsozialistische Rassenpolitik. Beispielsweise stellten sich Rassenkunde, Volkskunde sowie Vor- und Frühgeschichte in den Dienst des NS-Staates. Dabei ging es unter anderem darum, die Stellung der „arischen“ Rasse zu untermauern oder Menschen als „Juden“ zu klassifizieren. Alle drei Institute waren auf Schloss Hohentübingen untergebracht.…

Jugendguides aktiv: „Auf den Spuren der Stolpersteine“ in Tübingen

  In Tübingen erschließen seit 2018 Stolpersteine Orte von Verfolgten und Opfern des Nationalsozialismus in der Innenstadt. Die bisher verlegten Stolpersteine erinnern an Menschen, die die Nationalsozialisten als „jüdisch“ ausgrenzten. Ein Beispiel sind jene für Mitglieder der Familien Oppenheim und Schäfer auf dem Holzmarkt. Die vom Landkreis und KulturGUT e.V. qualifizierten Jugendguides haben sich mit Schicksalen hiesiger Juden und den…

Jugendguides 2020: „Uni unterm Hakenkreuz“ – Rassenideologie und Wissenschaft

  Von Nadine Kaczmarek An einem windigen Tag Ende September 2020 steht eine Gruppe Jugendlicher im Innenhof von Schloss Hohentübingen. In Zeiten der Corona-Pandemie haben sich knapp zehn Zuhörer*innen eingefunden. Gleich beginnt die Führung zur Uni im NS. Zuvor haben sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einem 5-stündigen Workshop unter der Leitung von Kreisarchivar Dr. Wolfgang Sannwald und Volontärin…

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