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Sanierung von Grabsteinen auf dem Jüdischen Friedhof Wankheim

In seiner Sitzung am 27. April 2022 befasste sich der Ausschuss für Soziales und Kultur des Landkreises Tübingen mit Sanierungsarbeiten auf dem Jüdischen Friedhof Wankheim. Der Ausschuss empfahl einstimmig, die Sanierungsarbeiten mit insgesamt 15.000 Euro aufgeteilt auf die Jahre 2022 bis 2024 zu fördern. Der Jüdische Friedhof Wankheim ist einerseits ein Friedhof, andererseits ein Kulturdenkmal. Das Land Baden-Württemberg hat durch…

Deportiert und ermordet: Wilhelmine Mayer, geborene Weil

Wilhelmine Mayer wurde am 24. August 1877 in Tübingen geboren. Das Geburtenbuch des Standesamts Tübingen nennt als Vater den Bankier Friedrich Weil, als Mutter Sofie Weil, geborene Mayer. Beide waren israelitischer Religion. Wilhelmine heiratete am 1. April 1899 in Tübingen den Kaufmann Josef Mayer. Aus dem Heiratsbuch geht hervor, dass Wilhelmine bereits zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit den Kurznamen „Mina“, später…

Deportiert und ermordet: Erich Hermann Dessauer

Erich Hermann Dessauer wurde am 13. November 1887 in Tübingen geboren. Der Vater, Adolf Dessauer, war Optiker. Dessauers wohnten zunächst im zweiten Stock des Gebäudes Neckargasse 2 und spätestens seit 1904 in der Uhlandstraße 16. Erich Dessauer studierte 1907 bis 1911 in Berlin und Tübingen Jura. Am 20. September 1917 heiratete Erich Dessauer Emma Levi (1894-1975). Emma Levi war am…

Jugendguides online-Redaktion 

www.tüerinnern.de

Eine Jugendguides-Redaktion erinnert künftig digital an NS-Verbrechen vor Ort. Die Schülerinnen Leni Ramp (Rottenburg) und Theresa Karl (Tübingen) sowie die Studierenden Linda Kreuzer, Leonie Kerll und Jérôme Seibert treffen sich derzeit einmal monatlich online, wählen Themen, recherchieren und verfassen Nachrichten zur Erinnerungskultur in der Region. Sie haben selbst die Qualifikation als Jugendguide gemacht, manche schon 2015, andere 2021. Einige sind…

Getarnter Hilferuf aus dem KZ Theresienstadt

„Liebe Julie, die Eltern und ich sowie mein l(ieber) Mann denken oft an Dich, es geht uns ordentlich und sind froh, beieinander zu sein“ – was auf den ersten Blick als eine ganz unverfängliche Postkarte aus dem Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt kommt, hat einen ernsten Hintergrund. Das von der NSDAP gelenkte Deutsche Reich ließ nach der Eroberung des heutigen Tschechien ab…

Internationaler Frauentag: der jüdische Frauenverein Tübingen

Autorin: Linda Kreuzer Am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert. An diesem Tag stehen die Frau und ihre Stärke, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung im Zentrum. Vom Frauenwahlrecht bis zur Öffnung der Universitäten für Frauen wuchs Anfang des 20. Jahrhunderts die Emanzipation. An diesem Tag soll der Blick auch auf die jüdischen Frauen in Tübingen gerichtet werden. Viele von ihnen…

Jugendguides zu NS-Verbrechen vor Ort 2022: bewerben bis 15. Mai

Jugendliche und junge Erwachsene ab 15 Jahren, die an NS-Verbrechen in Tübingen und an anderen Orten Baden-Württembergs erinnern wollen, können 2022 wieder live an der Jugendguides-Qualifizierung von Landkreis Tübingen und KulturGUT e.V.  teilnehmen. Die Qualifizierung startet mit einer dreitägigen Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof im Elsass vom 29. bis 31. Mai. Die gesamten 40 Qualifizierungsstunden zwischen Mai und November sind…

EINGESCHULT – Schulgeschichte(n)

1559 wurden in Württemberg Volksschulen eingerichtet und ab 1649 galt die allgemeine Schulpflicht. Da die Kinder in der elterlichen Landwirtschaft gebraucht wurden, gab es viele Schulversäumnisse. Dennoch wurde der Bildungsstand als recht gut beschrieben: „Die geringsten Leute, auch auf dem Lande, konnten schreiben und etwas rechnen lernen“. Die Schulen in Mössingen und den Teilorten waren durch die Jahrhunderte in den…

ENTDECKT – Neue Stoff-Funde aus der Pausa

In der Pausa Tonnenhalle präsentiert die Ausstellung ‚ENTDECKT – Neue Stoff-Funde aus der Pausa‘. Sie zeigt eine Reihe von neu entdeckten Pausa-Stoffdesigns aus den 1950er- bis 1970er-Jahren in den Bereichen abstrakt, farbig und blumig. Die Stoffe stammen aus einem Bestand, der in den leerstehenden Räumen der ehemaligen Textildruckfirma entdeckt wurde. 4.000 Stoffmuster wurden gefunden, davon waren 2.000 bisher noch unbekannt…

Reparierter Topf aus dem Museum Kirchentellinsfurt

In der bäuerlichen Gesellschaft entstand kaum Müll, da verbrauchte Gegenstände nicht weggeworfen, sondern immer wieder repariert und weitergenutzt wurden. Deshalb stellten geflickte Dinge in den Haushalten keine Ausnahme dar, sondern die Regel. Genauso selbstverständlich wie der Bauer sein Wissen und seine Erfahrungen an die Kinder weitergab, vererbte er auch die dazugehörigen Alltagsgegenstände. Warum hätte er auch für teures Geld einen…

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